, TVL Volleyball

Der TVL – Ruhrpott à la Berne

Was hat das TVL Herrenteam mit dem Ruhrpott zu schaffen? Auf den ersten Blick wenig.

Die qualmenden Hochkamine und das geschäftige Treiben der über 5 Millionen Menschen im Ballungsraum um die Städte Duisburg, Essen und Dortmund bieten so gar keinen Anknüpfungspunkt zum gemütlichen Bern, geschweige denn zum beschaulichen TVL. 

Ein tieferer Blick trägt aber Interessantes zutage: Im Ruhrpott sind sie sportversessen – ganz klar Trumpf ist der Fussball. Mit dem Champions League-Sieger Borussia Dortmund, den Zebras aus Duisburg und dem VfL Bochum. Auch in dieser Spielzeit tummeln sich zwei dieser Clubs in der Bundesliga und begeistern die Massen. Bochum ist die «Fahrstuhlmannschaft» schlechthin, zu gut für die 2. Liga, nie wirklich gut genug für einen Platz in der ersten Tabellenhälfte der Bundesliga. Hier treffen wir unseren TVL wieder: Nach einer Spitzenspielzeit und einem knapp verpassten 4. Ligameistertitel traten die Wackeren vom Muristalden im 2024/2025 wieder in der 3. Liga an. Ein Grossteil des Kerns, der den Aufstieg geschafft hatte, wollte sich auch auf der höheren Bühne beweisen. Der Start war geglückt, in den ersten drei Spielen wurde der – unterdessen unangefochtene Primus – Uni Bern gefordert, beim VBC Münsingen ein Punkt ergattert und Liebefeld versenkt. Danach sorgten, ganz dem Beispiel des VfL Bochum folgend, teils krachende Niederlagen für niedergeschlagene Häupter. Vom liberalisierten Spielermarkt angestachelt, hat sich das Team während der Saison stark verändert – neu dazu kamen Basti, Haochao und Thai – sie brachten Spielfreude, Zuschauer:innen, Optionen für die beiden Übungsleiter Fäbi und Tinu… und Punkte! Zum Zeitpunkt der Redaktion des Beitrags steht der TVL bei beachtlichen 10 Punkten auf dem 8 Platz. Noch stehen 2 Partien aus und eine Verbesserung der Tabellensituation ist realistisch. (Bem. d. Red.: der VfL Bochum liegt am Stichtag auf dem Relegationsplatz). Wenn alles gut kommt, hat der Fahrstuhl in diesem Jahr einen Defekt – und der TVL bleibt in der 3. Liga. Affaire à suivre…

 

In der Saison 2024 spielten:

Fäbi und Tinu – die Übungsleiter, Leo – das Stehaufmännchen, Lüku – der Mänädscher, Timo – der Unverzichtbare, Giorgio – die gute Seele des Teams, Martin – der Beacher, Tom – the capt’n, Max und Julio – die verletzten Leidgeplagten, Hafiz und Zain – die leider Wegtransferierten, Basti – das Lächeln, Thai – die Sprungfeder, Haochao – das Küken